Nein zur Reduzierung des
Mindestumwandlungssatzes
Ich musste
nicht lange mit mir ringen, um hier ein Nein auf meinen Abstimmungszettel zu
schreiben und ich bin überzeugt, dass es vielen so wie mir ergeht. Es müsste ja
in meinem Interesse sein, dass auch ich einmal eine sichere Rente ausbezahlt
bekomme. Warum stimme ich dann trotzdem nein? Warum höre ich nicht auf die
Experten und Strategen der grossen Versicherungskassen und auf die Politiker,
welche irgendwie mit diesen Kassen verbandelt sind? Ich denke, das Ganze ist
vor allem ein Vertrauensproblem. Die einfachen Bürger und Bürgerinnen und dazu
gehöre ich auch, trauen euch nicht mehr. Ich traue euch zu, dass ihr nur
versucht eure Renditen und eure Saläre weiterhin möglichst hoch zu halten. Für
mich sind Personen nicht mehr vertrauenswürdig, welche riesige Summen an Lohn
oder Honoraren beziehen und mir gleichzeitig erklären, ich müsse mir am 7. März
selber die Rente kürzen. Der Erklärung, die Versicherungsgesellschaften und
Grosskonzerne müssen so hohe Saläre bezahlen, damit sie die besten Leute
gewinnen oder behalten könne, wirkt bei mir nach den Erfahrungen der letzten
Jahre als arroganter Zynismus. Ich glaube diesen Schönwettermanagern und
Verwaltungsräten nicht mehr und habe „nein“ gestimmt. Die Engländer sagen, dass
man die Brücke überqueren soll, wenn man vor ihr steht.
Falls sie
wider erwarten in Zukunft recht behalten sollten, kann man immer noch den
Umwandlungssatz reduzieren.
Joe Walser, Präsident SP Sargans und Umgebung