Parolen 28. Sept. 2014

Ja zur öffentlichen Krankenkasse

Von Joe Walser, Kantonsrat SP, Sargans

Stellen Sie sich vor, wir würden am 28. September über eine Privatisierung der SUVA und der GVA abstimmen. Diese Institutionen sollen in verschiedene private Unternehmen aufgesplittet werden, damit diese um risikolose Unfallversicherte und Gebäudebesitzer buhlen können. Wöchentlich würden Sie mit zusätzlicher Telefon- und Papierwerbung belästigt, wo Ihnen jemand erklärt, warum Sie genau in diesem Jahr in der falschen Kasse versichert sind. Bis auf ein paar Ultraliberale würde alle Sarganserländer zu einer solchen Vorlage Nein stimmen.

Genau diese unmögliche Situation haben wir heute bei der Krankenversicherung. Natürlich fürchten alle bestehenden Kassen eine Zusammenführung zu einer öffentlichen Kasse wie der Teufel das Weihwasser. Zusammen mit ihrer Armee von Nationalpolitikern, die in den Verwaltungsräten der verschiedenen Kassen sitzen und für wenig Aufwand gutes Geld verdienen, ist es nur verständlich, dass sie diese Abstimmungsvorlage bekämpfen.

Die Instrumente sind immer dieselben, weil immer dieselben Instrumente erfolgreich sind: Verunsichern, verängstigen, übertreiben, schlecht reden etc. Ich lasse mich davon weder beirren noch verwirren und stimme für eine öffentliche Krankenkasse, weil ich weiss, dass diese, langfristig gesehen, viel effizienter und kostengünstiger wäre.