Zersiedelung stoppen

Nein am 15. Nov. zum Nachtrag des Baugesetzes

Von Joe Walser, Kantonsrat SP und Mitglied der vorberatenden Kommission des neuen kantonalen Planungs- und Baugesetze

Meine Leidenschaft sind die Berge. Wenn ich heute vom Gipfelkreuz des Gonzens auf mein Sarganserland blicke und es mit meiner Jugendzeit vergleiche, dann denke ich, es darf doch nicht sein, dass diese Zersiedelung im gleichen Tempo weitergeht! Wir dürfen doch nicht nur zupflastern, wertvolles Kulturland zerstören und das Ganze noch als Fortschritt preisen. Dabei bin ich überhaupt nicht gegen intelligentes und massvolles Wachsen, aber wir haben gegenüber unseren Nachfahren eine Verantwortung. So wie ich denkt die Mehrheit der Schweizer Bevölkerung. Deshalb hat das Volk trotz massivstem Widerstand der Wirtschaftsverbände und der beiden Erfolgsparteien FDP und SVP die Zeitwohnungsinitiative und mit 64% Ja-Stimmen 2013 das nationale Raumplanungsgesetz angenommen.

Nun muss St. Gallen dieses Gesetz in seinem Kanton umsetzen. Zuständig für die Richtplanung ist die Regierung und nicht der Kantonsrat. Die Regierung geht in den nächsten 15 Jahren von einem Bevölkerungswachstum von 40‘000, einem Wachstum von 70‘000 Arbeitsplätzen und somit von einem Siedlungs- und Baulandbedarf von 1.3 Millionen