Stellungnahme der SP Sargans und Umgebung zum Durchgangszentrum Sonnenberg

Von Michael Vogel, SP Sargans und Umgebung, 13. Oktober 2014

Die geplante Eröffnung eines neuen Asylbewerber-Durchgangszentrums auf dem Vilterser Sonnenberg sorgt seit einigen Tagen für Gesprächsstoff in der Region.

Das kantonale Migrationsamt will im ehemaligen Institut Sonnenberg in Vilters ein Durchgangszentrum für ca. 100-150 Personen ab 1. Januar 2015 eröffnen. Die Kosten sollen vollumfänglich vom Kanton getragen werden. Der Kanton sorgt für eine „Rund-um-die-Uhr-Betreuung“ der Beherbergten. Ebenso soll für die zahlreichen zu erwartenden Kinder der Schulunterricht sichergestellt werden.

Die Suche nach Standorten für solche Asylzentren ist sehr schwierig. Ein ehemaliges Internat eignet sich gut als fünftes kantonales Durchgangszentrum. Es soll Menschen aufnehmen, die aus aktuellen Krisenregionen stammen, beispielsweise Syrien oder Eritrea. Wir erachten es als falsch und entwürdigend, wenn Menschen, die alles verloren haben, reflexartig abgelehnt werden. Deshalb befürworten wir, dass wenigstens 150 der schutzbedürftigsten Menschen in unserer Region aufgenommen werden.

Gemäss Presse, hat der Eigentümer einen Mietvertrag mit einer Laufzeit von 10 Jahren mit dem Kanton abgeschlossen. Dies kann, wie in diesem Fall, autonom und ohne Rücksprache mit der Gemeinde geschehen. Sollte die Umnutzung der Liegenschaft baurechtlich bewilligt werden, wird die Region also für einige Zeit ein Durchgangszentrum erhalten. Die SP Sargans und Umgebung steht hinter der Ansicht des Gemeinderates von Vilters-Wangs und sieht dies ebenso als „Akt der Solidarität und der Humanität an, Flüchtlinge an geeigneten Orten aufzunehmen“.

Als solchen Akt der Solidarität kann man auch die Sommerunterkunft für 50 Asylsuchende in Heiligkreuz letztes Jahr bezeichnen. Dort sind nur vereinzelte Berichte über Probleme bekannt. Wir gehen nicht davon aus, dass es auf dem Sonnenberg anders werden wird.

Es bietet sich hier die Gelegenheit zu humanitärer Hilfe in der unmittelbaren Umgebung. Die Asylsuchenden haben das Recht auf ein faires Prüfen ihres Asylantrages und menschenwürdiger Behandlung. Wir sollten ihnen mit Toleranz und Hilfsbereitschaft begegnen.